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Marktplatzumbau mit der Brechstange?
Montag, 31. August 2009 31.08.09 11:12 Alter: 1 yrs
Kategorie: Aktuelles

Von: Klaus-Martin Meier

Die notwendigen Beschlüsse für den Umbau des Großen Marktes sollen offensichtlich mit der Brechstange erzwungen werden. Nach erst jetzt vorliegenden Informationen hat die Bezirksregierung den „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ am 25.8.2009 genehmigt - nicht aber die möglichen Zuschüsse! Die Dienstleistungsbetriebe Xanten (DBX) haben mit Brief vom 28.8.2009 zu einer kurzfristig anberaumten Sitzung des Verwaltungsrates eingeladen. Darin soll der Grundsatzbeschluss zum Umbau und anschließend (in nicht öffentlicher Sitzung) die Auftragsvergabe beschlossen werden.

Es ist unglaublich: die Information über die Brechstangenaktion wird so gesteuert, dass die Wähler keinen Möglichkeit hatten, darauf zu reagieren. Jetzt will die CDU, bevor sie die Mehrheit im Rat und in den Ausschüssen verliert (trotz des Verlustes der CDU am Sonntag ist der alte Rat noch bis November an der Macht) Beschlüsse fassen, die von den Bürgerinnen und Bürgern in Xanten klar und deutlich abgelehnt wurden. Wir rufen alle aufrechten und engagierten Bürger auf, zu der öffentlichen Sitzung am Mittwoch (2.9.09 - 16.00 Uhr) ins Rathaus zu kommen. Wenn das Rechtsempfinden der Menschen so mit Füßen getreten wird, darf das niemanden kalt lassen!

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Mittwoch, 02-09-09 10:13

Herr Wölker. Ich selber habe lange genug (über 20 j.) im Stadtkern gewohnt, um beurteilen zu können, was die Bürger hier wollen. Ich stehe nicht alleine damit, wenn ich sage, der Markt soll bleiben wie er ist. Jeder ist dafür, dass bauliche Sanierung bei der Energieversorgung (Wasserleitungen, Abwasserkanäle, Stromleitungen etc.) erneuert und / oder verbessert werden müßen. Jeder ist dafür, daß bauliche Verbesserungen vorgenommen werden, die die Barrierefreiheit für Senioren und Behinderte verbessern, sprich Kopfsteinpflaster so verbauen, daß jeder ohne viel Anstrengung angemessen und möglichst Hindernisarm alles erreicht. Ich bin auch dafür, daß eine moderne öffentliche barrierefreie Toilletenanlage angeboten wird. Ich bin so wie viele andere auch nicht dafür, daß der Markt zu einem Tummelplatz verkommt, wo sich lautstarke Veranstaltungen und ewig große Menschengruppen rund um die Uhr tummeln, sodaß es in der Stadt gar keine ruhe mehr gibt. Fragen Sie mal die Anwohner vom Markt und den am Markt angrenzenden Straßen, ob sie das wollen. Gut fairer Weise muß ich sagen, daß es jedem bewußt sein sollte, daß wenn er in den Ortskern einer Kommune zieht, muß er damit rechnen, daß es dort lauter ist, als an Ortsrandlage. Trotz alledem hat jeder Bürger das Recht auf eine ordentliche und nach seinen Bedürfnissen ausgerichtete Lebensqualität. Dazu gehört in jedem Alter eine möglichst hohe Form der Mobilität, dazu gehört auch soviel Nachtruhe, daß man schlafen kann, um am Folgetag fit zur Arbeit gehen kann, dazu gehört auch Sicherheit zu jeder Stunde des Tages, um zb wann auch immer über die Straße gehen zu können. Denn ich habe es lang und oft genug erleben müßen, daß in der Stadt bis tief in die Nacht gefeiert wurde oder auch auf andere Art und Weise Lärm bis tief in die Nacht war. Von Nachtruhe war oft nicht die Rede. Abends konnte man sich nur auf der Straße aufhalten, wenn man mindestens zu zweit war, da oft genug Gruppen unterwegs sind, die aufgrund u.a. von Alkoholeinfluß ein hohes Potenzial an Agressivität an den Tag gelegt haben. Ordnungsamt und Polizei sehen sich da machtlos gegenüber, da sie für diese Problembewältigung nicht genug Geld und Personal haben. Also ist mein Fazit: Machen Sie eine normale Sanierung, damit alles wieder normal nutzbar ist und lassen Sie die extravaganten Neu - und /oder Umbauten sein. Sorgen Sie lieber dafür, daß die Innenstadt liebens - und lebenswerter wird, wo jeder gern und sicher unterwegs sein kann und möchte. Die Innenstadt in Ihrer jetzigen baulichen Art mit kleinen baulichen Verbesserungen ist das, was die Menschen wollen und das was den Charme der Innenstadt ausmacht.

Thomas Weyermann | Email | Homepage
 

Montag, 31-08-09 15:10

Und mir ist unbegreiflich warum Sie so weitermachen wie zuvor. Wie können Sie behaupten, dass die Xantener dass so nicht wollen. Das Bürgerbegehren richtete sich doch ausdrücklich gegen bestimmte Gestaltungselemente und nicht gegen den Bebauungsplan. Klar wollen die Xantener keine Riesenbühne wie auf dem Bürgerbegehren dargestellt. Aber zu behaupten, dass das Rechtsempfinden mit Füßen getreten wird ist echt starker Tobak und meiner Ansicht nach vertreten Sie hier keineswegs was die Xantener wollen. Dass das von den Bürgern NICHT klar und deutlich abgelehnt wird hat ja wohl der gestrige Wahltag KLAR und DEUTLICH gezeigt und ist von Ihnen doch wohl kaum in Frage zu stellen. Wie sagte Frau Welge: Aber eins sei wohl klar, die Diskussion um den Marktplatz habe offensichtlich keine Rolle gespielt.

Andreas Wölker | Email
 

Montag, 31-08-09 11:40

Hallo.

Das spiegelt doch den schmutzigen Charakter wieder, der die letzten 5 Jahre vorgeherrscht hat. Ich kanns beim besten Willen auch nicht verstehen, wie einige Wähler nach all den Querelen den CDU Kandidaten nach wie vor ins Amt wählen konnten!? Es ist mir unbegreiflich. Es freut mich aber zu sehen, daß die CDU zukünftig, selbst mit der Stimme vom BM, keine alleinige Mehrheit mehr zusammen bekommt. Sondern sie müßen zwangsläufig sich mit anderen Ratsfraktionen unterhalten und sich auf vernünftige Ergebnisse einigen. Somithin war die Wahl zumindest ein Teilerfolg für Frau Welge und vor allem für die FDP. Hierzu meinen Glückwunsch. Ich wünsche mir für Euch, daß Ihr trotz möglicher Hürden und Anstrengungen beide bis zum Schluß der neuen Legislaturperiode durchhaltet und letztendlich doch am längeren Hebel sitzt. Ich wünsche euch die Kraft und Geduld, weiterhin mit fairen und sachlichen Mitteln Gespräche zu führen und Wächter des Anstands zu sein im Stadtrat der Stadt Xanten. Die Zeit des Affebtheaters und des dümmlichen Geplänkels muß nun endlich vorbei sein, wenn wir uns als Xantener nicht gänzlich bis auf die Knochen blamieren wollen. Und vielleicht nehmt Ihr ja meine Idee an, in Xanten und seinen Ortschaften präsenter zu sein im gesellschaftlichen Leben, wie zb. bei Dorf - und Stadtfesten, auf den Sportplätzen oder bei vielen anderen Gelegenheiten, um viele interessante Gespräche mit Bürgern zu führen, die alle teils gute und verwertbare Ideen haben. Und vor allem könnten dann um so mehr Bürger Euch mit der FDP identifizieren und Euch mehr Chancen für die Zukunft geben. Denn ich denke ein aktives Miteinander auch ausserhalb von Rat und ausschüßen und dergleichen ist wichtig, um Meinungen auszutauschen und neue Impulse zu bewirken und gewinnen.

Thomas Weyermann | Email | Homepage